GRÜNE gegen Center Parks in Pütnitz

Rolf Martens: Touristische Mega-Projekte verhindern, militärische Altlasten landesfinanziert sanieren. Eine betonierte 2 1/2 Kilometer lange Landebahn, Munitions- und Treibstoffaltlasten, zerfallene Gebäude, aber auch eine einzigartige Natur und Artenvielfalt, die sich über Jahrzehnte nahezu ungestört entwicklen konnte, das macht die Halbinsel Pütnitz am Saaler Bodden südlich des Nationalparks Vorpommersche Boddenlandschaft aus.

20.09.21 –

Rolf Martens: Touristische Mega-Projekte verhindern, militärische Altlasten landesfinanziert sanieren.

Eine betonierte 2 1/2 Kilometer lange Landebahn, Munitions- und Treibstoffaltlasten, zerfallene Gebäude, aber auch eine einzigartige Natur und Artenvielfalt, die sich über Jahrzehnte nahezu ungestört entwicklen konnte, das macht die Halbinsel Pütnitz am Saaler Bodden südlich des Nationalparks Vorpommersche Boddenlandschaft aus.

Hier soll jetzt auf einer Fläche von ca. 250 Hektar das Bernstein-Ressort Pütnitz entstehen, ein Projekt der Center Parcs Deutschland. Ca. 600.000 Übernachtungen in etwa 500 Ferienhäusern und 100 Hotel- und Ferien-Apartments mit 2800 Betten sind geplant.

Die BÜNDNISGRÜNEN im Landkreis Vorpommern-Rügen haben sich deutlich vom Bauvorhaben Center Parks Pütnitz distanziert und fordern einen Landesfonds für die Beräumung von militärischen Altlasten, u.a. auf Pütnitz und auf dem Bug. Dazu erklärt Rolf Martens, Kandidat der BÜNDNISGRÜNEN zur Landtagswahl am kommenden Sonntag:

„Touristische Großprojekte sind alles Andere als ein Allheilmittel für die Wirtschaft und den Tourismus in unserer Region und immer mehr Menschen begegnen derartigen Planungen mit großer Skepsis. Wie in Ribnitz-Damgarten (Center Parks Pütnitz) und auf dem Bug bei Dranske (Baltic Island Eco Resort) offenbaren sich bei genauerer Betrachtung erhebliche Verkehrsbelastungen, Natur- und Artenschutzbeeinträchtigungen oder Mehrbelastungen für die ortsansässigen Bürger*innen und Bürger durch den stetigen und immensen Aufwuchs der Bettenzahl mit all den Problemen, die damit vor allem in der Saison verbunden sind. Wir brauchen viel eher eine qualitative Entwicklung im Tourismus und nicht den nächsten quantitativen Schub.

Allerdings ist es wichtig, die Probleme in den einzelnen Regionen aufzugreifen und hier Lösungen zu erarbeiten. Dazu gehört ausdrücklich auch, mit den militärischen Altlasten umzugehen und den betroffenen Gemeinden unter die Arme zu greifen. Das ehemalige Gelände des Militärflughafens Pütnitz muss aus unserer Sicht daher vollkommen von umweltbelastenden Stoffen befreit werden. Wir schlagen dazu einen vom Land finanzierten Fonds vor, aus dem heraus die erforderlichen Sanierungen finanziert werden können. Wir dürfen die betroffenen Kommunen nicht im Regen stehen lassen. Für den Bug gilt ein ähnliches Szenario.

Kategorie

Vorpommern-Rügen