17.06.2021

Welttag zur Bekämpfung von Dürre - Shepley: "Wir müssen unsere Böden effektiv schützen."

Anne Shepley: "Unsere Böden leiden massiv unter der Trockenheit."

Zum Welttag zur Bekämpfung von Wüstenbildung und Dürre weisen BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN darauf hin, dass der globale Temperaturanstieg auch zu immer mehr Dürren und extrem trockenen Böden in Mecklenburg-Vorpommern führt.

Anne Shepley, GRÜNE Spitzenkandidatin für den Landtag, sagt dazu:

„Nach den drei Dürrejahren 2018, 2019 und 2020 wäre ein weiteres trockenes Jahr fatal - mit gravierenden Folgen für die Land- und Forstwirtschaft. Der zunehmende Wassermangel in einigen Teilen des Landes ist Folge der klimatischen Veränderungen und die sind auch an dieser Stelle menschengemacht. Zudem entziehen viele Landwirte ihren Böden durch zu starke Drainagen das Wasser. Auch können die Felder zu wenig feuchtes Nass speichern, weil der Humusgehalt im Boden zu gering ist. Ein weiteres Problem ist die Entwässerung von feuchten Wiesenniederungen und Ackersenken.“

Anne Shepley betont: „Wir müssen dringend handeln und unsere Böden schützen. In Mecklenburg-Vorpommern wird heute mehr als achtmal so viel Grundwasser für die Bewässerung in der Land- und Forstwirtschaft eingesetzt als noch vor zehn Jahren.“

Nach Auskunft der Unteren Wasserbehörden sind in einigen Landkreisen heute bis zu drei Mal mehr Grundwasserbrunnen für die Bewässerung in Betrieb als noch vor zwanzig Jahren. Noch schlimmer als der Landwirtschaft setzen die Folgen des Klimawandels, Hitzerekorde, schwere Stürme und lange Trockenperioden, den Wäldern zu."

Mecklenburg-Vorpommerns Böden leiden unter der Trockenheit der vergangenen Jahre - vor allem in den tieferen Schichten. Der Boden ist teilweise so trocken, dass Experten von einer „außergewöhnlichen Dürre“ sprechen. Das Extremjahr 2018 hinterlässt noch immer seine Spuren. Das zeigt auch der Dürremonitor für Deutschland des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung. Die Karten für Mecklenburg-Vorpommern lassen klar erkennen, dass das Problem im Landkreis Vorpommern-Greifswald und vereinzelt auch auf Rügen und in Ludwigslust-Parchim besonders massiv ist. Hier weisen Flächen eine "außergewöhnliche Dürre", die höchsten Dürrestufe, aus.

Kategorien:Pressemitteilung Energie und Klimaschutz Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz
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