15.08.2011

RügenUnion informierte nicht zu Natur und Umweltschutz

Da eröffnet die CDU den Wahlkampf ausgerechnet mit dem Thema Umweltschutz. Wie stellt man es nun an, wenn man infrage stellen möchte, was längst Konsens der Völkergemeinschaft ist: Dass der Klimawandel von menschlichen Handlungen gefördert und die Lösung des Zielkonflikts zwischen Nutzern und Schützern von Natur nicht einem von Beiden überlassen werden kann, sondern er politisch-fachlich moderiert werden muss? Wenn ferner die eigene Kreistagsfraktion sich uneins ist über die Umsetzung eines Rügener Klimaschutzprogramms und die eigene Partei sowohl an der Landes-, als auch der Bundesregierung beteiligt ist?

Richtig, der Mensch ist ein Teil der Natur, verhält sich aber leider oftmals nicht so. Seine zumeist wirtschaftlich geprägten Interessen führen allzu oft zur Ausbeutung der Natur und zur Zerstörung von Lebensraum. Dadurch gefährdete und zum Teil vom Aussterben bedrohte Arten werden dann, durch intensive Lobbyarbeiten von Naturschützern, geschützt und zum Teil mit umfangreichen Projekten wieder angesiedelt (bspw. der Stör). Hätte der Mensch jedoch von vornherein einen Ökosystem-verträglichen Ansatz seiner Handlungen gewählt, wären viele Arten erst gar nicht bedroht gewesen.

Sehr professionell werden Beispiele für die guten Wirkungen des Menschen am Anfang des Artikels gelistet. Dann jedoch bleiben Beispiele und die notwenigen Verweise auf Zusammenhänge aus: Welche Fläche ist für die Biomasse-Gewinnung verloren gegangen und wie viel profitabler scheint dies für die Landwirte zu sein? So sind es  doch gerade die von schwarz-gelb begünstigten Groß-Biogasanlagen, die Sinnbild für ‚VerMaisung’ und Flächenverbrauch sind. Und wie groß ist die Verringerung an potentiellem Risiko durch Unfälle im Vergleich zu anderen Energie-Erzeugungsarten?

Aber vielleicht glaubt ja jemand, die in einem Nebensatz suggerierte Aussage, die GRÜNEN seien die wahren Verantwortlichen für den Unsinn mit dem Treibstoff E10. „Grüne Politik steht für mittelständische, dezentrale und kommunale Anlagen und Konzepte die nicht nur ökonomische sondern genauso ökologische Gesichtspunkte beinhalten“, stellt die Biologin Dr. Britta Knefelkamp, Spitzenkandidatin der GRÜNEN für die Kreistagswahl, klar. Ein „gesunder Mix“ aus Biomasse, Wind- und Solarenergie in der Landwirtschaft ist im Übrigen ein lange erklärtes Grünes Ziel.

Uwe Driest, Vorsitzender der Rügener Grünen kommentiert: „Es bleibt dabei: Was den Umweltschutz anbelangt, wähnt sich die CDU im zweiten Lenz, tappt aber im Nebel.“ Wir als Grüne fordern daher mehr Realismus in der Betrachtung der Auswirkungen menschlichen Handelns auf die Natur und unsere Umwelt!

Dr. Britta Knefelkamp, Uwe Driest

Kategorien:Rügen
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