10.11.2010

Von: Verena Zintgraf

Grüne: Demographische Entwicklung fordert entschlossenes politisches Handeln

Die Stralsunder Grünen fordern ein Handlungskonzept für den demographischen Wandel. In den vergangenen Jahren habe sich die Hansestadt Stralsund in vielen Bereichen positiv entwickeln können. Gleichzeitig sei es jedoch besorgniserregend, dass die Stadt Jahr für Jahr Einwohner verliere. „Die von der Bertelsmannstiftung erarbeitete Bevölkerungsprognose sagt für die Bevölkerungsentwicklung 2006 bis 2025 einen Einwohnerschwund von mehr als 10% voraus“, so Jürgen Suhr vom Bündnisgrünen Stadtverband. „Zudem ändert sich die Altersstruktur hin zu einer deutlichen Zunahme der älteren Bevölkerung. Der Anteil der Jüngeren nimmt dagegen stark ab – von einem Rückgang der 16-24-Jährigen um fast 50% geht die Bertelsmannstiftung für 2025 aus“, begründet Jürgen Suhr die politische Initiative der Bündnisgrünen.
„Diese zunehmend ältere Gesellschaft verlangt von unserer Stadt eine Neupositionierung fast aller kommunalen Handlungsfelder. Es geht unter anderem um die Bereiche des Arbeitens, der Bildung, des Wohnens, des Verkehrs, der Mobilität, der Gesundheit und Pflege, der Kultur und des Sports“, sagte Jürgen Suhr: „Diesen demographischen Entwicklungen müssen wir frühzeitig begegnen“. Hierzu wollen die Grünen über die grünnahe Bürgerschaftsfraktion „Forum Kommunalpolitik“ in der nächsten Bürgerschaftssitzung den Oberbürgermeister in Form eines Antrags dazu auffordern, ein Handlungskonzept für die Stadt zu erarbeiten. Für die Stadtentwicklung, Beschäftigung und den Wohnungsmarkt in der Stadt bis 2020 sollen Ziele entwickelt werden, mit Ausblick bis 2030/2050. Zentraler Bestandteil sollen konkrete Handlungsempfehlungen für die Entscheidungsträger sein.

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