01.11.2011

Grüne begrüßen Empfehlung zum Gentechnikverbot auf städtischen Grundstücken

"Unser Bürgerschaftsantrag hat über 1 1/2 Jahre Ausschussberatung hinter sich, das ist viel zu lang", kritisierte Bürgerschaftsmitglied und Stadtverbandsvorsitzender Jürgen Suhr, der sich jedoch versöhnlich zeigte: "Wenn die Bürgerschaft in ihrer nächsten Sitzung nun die Ausschussempfehlung und damit letztendlich auch den Antrag der Bündnisgrünen bestätigt, dann wird es auf städtischen Flächen keinen Einsatz der Agrogentechnik geben. Das ist ein gutes Ergebnis!"

Die Grünen wiesen darauf hin, dass 87 Prozent der deutschen Verbraucherinnen und Verbraucher keine Gentechnik auf ihrem Teller haben wollten*). "Die Gentechnik gilt weiterhin als Risikotechnologie mit nicht abschätzbaren ökologischen und gesundheitlichen Folgen. Einmal in der Natur freigesetzt, können wir gentechnisch veränderte Organismen (GVO) nicht wieder zurück holen. Deswegen freuen wir uns, wenn auch Stralsund sich selbst zur gentechnikfreien Region erklärt", so Jürgen Suhr.

Mit dem Beschluss des bündnisgrünen Antrags wäre sicher gestellt, dass auf allen von der Hansestadt Stralsund verpachteten landwirtschaftlich genutzten Flächen keine gentechnisch veränderten Pflanzen angebaut werden können. Die Grünen setzten sich dafür ein, dass bei Neuverpachtung bzw. Verlängerung der Verpachtung entsprechende Klauseln in die Pachtverträge aufgenommen werden. Für bestehende Pachtverträge ist eine freiwillige Regelung vorgesehen. Alle Pächter mit einer Pachtfläche von mehr als 5 ha werden nach Beschluss der Bürgerschaft informiert und darum gebeten eine Erklärung zu unterschreiben, in der sie sich zur Nichtanwendung gentechnisch veränderter Pflanzen verpflichten.

*) Quelle: Studie "Naurbewusst 2009" des BfN

Kategorien:Stralsund
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