22.10.2018

Von: Anne Kubik

Frisches Gremium mit klaren Vorstellungen für den Klimaschutz im Land

Neuer Landesvorstand

Der neue Landesvorstand der GRÜNEN MV (v.l.): Anne Shepley, Alexander Krüger, Jana Klinkenberg, Andreas Haubold, Claudia Schulz, Niklas Nienaß, Ulrike Berger, Mathias Engling und Frederike Peters.

Bei ihrer Landesdelegiertenkonferenz (LDK) wählten BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Mecklenburg-Vorpommern am Sonnabend in Güstrow einen neuen Landesvorstand. Zudem wurden inhaltliche Schwerpunkte der Partei von den knapp 100 Delegierten aus den acht Kreisverbänden des Landes beschlossen.

Verjüngter Landesvorstand mit drei neuen Gesichtern

Die LDK brachte den GRÜNEN MV nicht nur erstmals eine weibliche Doppelspitz, sondern auch neue Gesichter in den Landesvorstand.

Frauenpolitische Sprecherin ist nun Frederike Peters (38) aus Sukow (Ludwigslust-Parchim). Andreas Haubold (39) aus Wismar wurde als Landesschatzmeister bestätigt. Als BeisitzerInnen wurde Jana Klinkenberg (24), Reitlehrerin aus Klein Sein (Landkreis Rostock), bestätigt. Neu in den Landesvorstand gewählt wurden Anne Shepley (39, KV Schwerin), Mathias Engling (31, KV Nordwestmecklenburg) und Alexander Krüger (41, KV Vorpommern-Greifswald). Vertretung der GRÜNEN Jugend MV ist weiterhin der Rostocker Niklas Nienaß (26).

Ein herzlicher Dank gilt den ehemaligen Vorstandsmitgliedern Silke Gajek, Monika Göpper, Johann-Georg Jaeger und Timo Pfarr!

Insgesamt besteht der Landesvorstand aus neun Mitgliedern. Er wird erstmals von zwei Frauen angeführt: Claudia Schulz und Ulrike Berger wurden zur ersten weiblichen Doppelspitze der GRÜNEN MV gewählt.

Die LDK stand auch im Zeichen der Europawahl im kommenden Jahr: Reinhard Bütikofer (MdEP), Niklas Nienaß (KV Rostock), Hannah Neumann, Anna Cavazzini und Rasmus Andresen haben sich als Kandidaten für die Europaliste vorgestellt, welche auf dem Bundesparteitag im November gewählt wird.

Anträge angenommen: Von Digitalisierung bis Wald

Doch nicht nur Personen bestimmten den Parteitag in Güstrow, sondern auch Inhalte. Die GRÜNEN MV sind sich einig: Der Klimaschutz muss in der Landesverfassung Mecklenburg-Vorpommerns verankert werden. Dafür haben die knapp 100 Delegierten am Samstag einstimmig votiert. „Die Landesregierung handelt nicht. Das ist irre! Die Zeit anzufangen war gestern!“, so Fabian Czerwinski, Sprecher der Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) Energie, beim Einbringen des Antrags.

Auch der Antrag Funktionales Radwegenetz MV wurde einstimmig angenommen. Aktuell gebe es nur einen Flickenteppich, da die Zuständigkeit bei den einzelnen Kommunen liegen. „Funktionales Radwegenetz bedeutet, dass jeder Radweg vom Anfang bis zum Ende gedacht wird und dann entschieden wird, welche Bedeutung er hat“, erklärte Sally Raese, Sprecherin der LAG Mobilität und Verkehr. Nur so könne ein attraktives Angebot für Einheimische und Touristen geschaffen werden.

Zudem beschlossen die Delegierten eine GRÜNE Waldpolitik für MV: „Leitbild bündnisgrüner Waldpolitik ist ein gemischter, stabiler und ertragreicher Wald, der sich an die Veränderungen der Klimakrise anpassen kann“, sagte Falk Jagszent für die LAG Landwirtschaft und Naturschutz. „Dabei sind die Schutz-, Erholungs- und Nutzfunktion des Waldes für uns gleichrangig“, betonte er.

Der Antrag zur Digitalisierung der Bildung wurde ebenfalls mehrheitlich beschlossen. Künftig soll Medienkompetenz nicht nur bei den Schülern gefördert werden. Denn: „Tablets allein machen keinen guten Unterricht, sondern gute Lehrerinnen und Lehrer, gute Medienpädagoginnen und -pädagogen und gute Lernbedingungen“, begründete Mathias Engling, Sprecher der LAG Digitalisierung. Die GRÜNEN fordern u.a. eine zentrale Stelle im Land für die Beschaffung von Technik und Dienstleistungen sowie schnellstmöglichen Breitbandzugang an allen Schulen.

Außerdem wurden folgende Anträge angenommen: „Kein ANKER-Zentrum durch die Hintertür: Erstaufnahmestelle in Horst schließen – Integration statt Isolation“, „Mehr Demokratie in den Kreisen und Gemeinden wagen“, „Kein Bundeswehreinsatz ohne Mandat der Vereinten Nationen –  Internationales Recht stärken!“ und „Autonome Waffensysteme weltweit ächten“.

 

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